In der Schweiz gehören Lebensversicherungen zu den gefragtesten Anlagemodellen. Da die Zinsen zurzeit niedrig sind, ist es fraglich, ob sich eine Lebensversicherung überhaupt noch lohnt. In den Unterkategorien von Lebensversicherungen finden sich eine Spar-Lebensversicherung, eine Anlage-Lebensversicherung, eine Risikoversicherung und eine Altersvorsorge. Welche ist nun für wen geeignet? Das möchte dieser Beitrag abklären.

Lebensversicherung mit einem Sparanteil

Der Schweizer gibt im Gegensatz zu einem Europäer viel Geld aus für Versicherungen. Auch die Altersvorsorge steht hoch im Kurs. Der Grund ist darin zu suchen, dass die staatlichen Leistungen bei weitem nicht mehr genügen, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Wer sich für einen Abschluss in Sachen Versicherung interessiert, der sollte genau prüfen, ob diese Versicherung auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt ist. Dazu zählt auch die Lebensversicherung.

Wenn jemand allzu schnell eine Versicherung abschließt, kann er unter Umständen mit hohen Beiträgen rechnen, so dass sein monatliches Budget immens geschmälert wird. Die Folge davon ist meist eine Kündigung der Lebensversicherung, was wiederum teuer wird. Mit einer Lebensversicherung die Familie nach dem Tod des Kunden abzusichern. Dafür ist eine Risikolebensversicherung sehr interessant. Aus diesem Grund sind die Vorzüge einer Lebensversicherung nicht von der Hand zu weisen. Somit gehört Schweizern zum Versicherungspaket und hat demnach ein gutes Ansparmodell.

Die Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung ist bei Finanzierungen, die keinen großen finanziellen Wert haben, nicht zu empfehlen. Wenn eine Familie nur über einen Versorger finanziert wird, ist eine Risikolebensversicherung sehr zu empfehlen.

Allerdings werden diese Leistungen nur bezahlt, wenn ein Todesfall oder Schadensfall während der Laufzeit entsteht. Für junge Familien, die sich mit einem Immobilienkredit ihr Traumhaus gekauft haben und finanziell sehr belastet sind, ist diese Art der Versicherung sinnvoll. Stirbt nun der Haupterwerber so kann die Familie in starke finanzielle Bedrängnis kommen. Das kann soweit gehen, dass die Immobilie verkauft werden muss.

Allerdings ist eine Risikolebensversicherung ein reiner Todesfallschutz und kein Sparvertrag.

Nun wird sich der eine oder andere fragen, wie hoch man eine Risikolebensversicherung abschließen sollte. Als Faustregel sollte der vier-bis fünffache Betrag des jetzigen Jahreseinkommens in Augenschein genommen werden. Wird die Risikolebensversicherung zur Sicherheit eines Kredits beantragt, dann sollte die Kredithöhe angegeben werden.

Wann sollte ich eine Lebensversicherung abschließen?

Viele Menschen überlegen sich, wann der richtige Zeitpunkt ist, um eine Lebensversicherung abzuschließen. Als Meilensteine dienen z.B. die Hochzeit, Gründung einer Familie oder beim Kauf einer Immobilie. Diese Absicherung sollte  solange bestehen bleiben, bis das finanzielle Risiko nicht mehr besteht. Als Leitfaden könnte man zwischen der Deckungssumme und der Laufzeit eine Orientierung suchen.

Beispiel:
Lautet die Deckungssumme über 100.000 Franken und die Laufzeit wurde auf 20 Jahre festgesetzt, so werden im Normalfall etwa 500 bis 550 Franken an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Die Versicherungssumme von 400.000 Franken sollte sich am Nettoeinkommen orientieren und das wären bei dieser Deckungssumme 2.250 Franken.
Es gibt Risikolebensversicherungen, wo gewisse Vorerkrankungen nicht im Schutz enthalten sind. Gibt es Vorerkrankungen beim Abschluss und der Kunde verstirbt auch daran, so wird keine Versicherungssumme ausbezahlt. Für den Schweizer gilt in diesem Zusammenhang: Befindet er sich oft im Ausland, so sollte sich der Schutz nicht nur auf die Schweiz begrenzen.

Kann eine Risikolebensversicherung kombiniert werden?

Hier stellen sich mehrere Varianten zur Verfügung.

  • Es gibt die Todesfallversicherung für zwei Personen, z.B. Eheleute. Die besagt, dass die finanzielle Absicherung, von Personen die aufeinander angewiesen sind, verbunden werden kann. Das kann der Ehegatte sein oder der Lebensgefährte.
  • Auch für Geschäftspartner, die miteinander arbeiten kann eine Risikolebensversicherung sinnvoll sein. Stirbt ein Partner, so kann der verbliebene Partner das Unternehmen aufrechterhalten.
  • Zudem gibt es auch eine Lebensversicherung die eine zusätzliche Absicherung der Erwerbstätigkeit hat. So gesehen, muss nicht nur ein Todesfall zum finanziellen Ruin führen, sondern ein Unfall oder Krankheit sind ebenfalls gegeben. Es gibt viele Fälle wo ein Arbeitnehmer den Beruf nicht mehr ausüben kann bzw. gar keine Beschäftigung mehr. Auch hier kann das Risiko mit einer Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-Versicherung reduziert werden.

Die Risikolebensversicherung, die mit Beteiligung an den Überschüssen abgeschlossen wird, ist ebenfalls interessant. Es werden die prozentuallen überschüssigen Einnahmen an die Kunden weitergegeben. Eine andere Option ist, wenn die versicherte Summe jährlich abnimmt. Diese Option zeichnet sich aus, dass sie günstiger ist. So soll sich das finanzielle Risiko bei Eintritt der Rente reduzieren. Ebenfalls zu empfehlen ist, dass sich die Dynamik der Versicherungssumme an das Einkommen angelehnt wird. Auch mit einer Nachversicherungsgarantie erreicht man den gleichen Zweck. Der Vertrag kann somit nachträglich an die veränderten Verhältnisse angepasst werden. Auch wird dann keine neue Gesundheitsprüfung verlangt.

Kapitallebensversicherung- Alternative zu einer Risikolebensversicherung?

Unter einer Kapitalversicherung versteht man eine gemischte Versicherung. Ihre Funktionen sind die Absicherung der Hinterbliebenen und dienen der eigenen Altersvorsorge. Am Ende der Laufzeit sind die Beiträge mit Zinsen ausgezahlt.

Allerdings ist diese Form der Versicherung nicht gut geeignet, wenn man seine Familien nach dem eigenen Tod absichern möchte. Als Alternative ist diese Konstellation aber geeignet. Ein kleiner Teil wird für den Risikoschutz verwandt, der größere Rest dient der Vermögensbildung.
Bei dieser Versicherungsform werden Prämien bis zu 500 Franken anstatt 50 Franken monatlich erhoben. Das ist eigentlich nur für den Besserverdiener bezahlbar. Experten raten dazu, dass die Altersvorsorge und der Schutz der Hinterblieben getrennt voneinander abgeschlossen werden soll. Wenn der Versicherungsvertrag nur wenig flexibel und bereits abgezeichnet ist, so kann als letzter Ausweg nur die Kündigung erfolgen. Das bringt dem Kunden jedoch ein Verlustgeschäft.

Kündigung der Lebensversicherung

Es gibt einige Alternativen zur klassischen Kündigung der Lebensversicherung. Eine kleine Übersicht dieser finden Sie in unserem deutschen Artikel zum Thema Kündigung der Lebensversicherung:

Lebensversicherung Vergleich

Die Bedingungen der Lebensversicherungen sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. So sorgen beispielsweise die Lebensumstände dafür, dass es erhebliche Unterschiede zwischen Kosten und Leistungen gibt. So muss beispielsweise ein rauchender Mensch mit einem Risikozuschlag rechnen. Es lohnt sich ein ausführlicher Vergleich. In der Schweiz gehört Axa und Swiss Life zu den beliebtesten Lebensversicherern. Zudem bieten Anbieter wie Helvetia, Basler, Zürich und Allianz Lebensversicherungen an. Wer einen Vertrag kündigen möchte, der kann mit einer Rückzahlung von 50 bis 70 % rechnen. Gerade in den ersten Jahren ist der Prozentsatz viel niedriger. Betreffend die Zinszahlung, wird zusätzlich noch eine Stornogebühr bis zu 750 Franken erhoben.